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Wolfbrigade - The Enemy Reality 2019

WOLFBRIGADE sind wieder da und das stark wie immer. Auch auf ihrem zehnten Album „The Enemy: Reality“ treten die Schweden in jeden Arsch, der sich ihnen in den Weg stellt und laden ein zum freundlichen Rumschubsen beim Konzert. Wer bei diesem Album nicht mindestens die Faust in der Tasche ballt, ist ein hoffnungsloser Fall und wahrscheinlich nahe der Nulllinie.

Lycanthro Punk nennen WOLFBRIGADE ihren Mix aus Hardcore, D-Beat, Crust, Punk, MOTÖRHEAD und ja, klassischen Heavy Metal-Riffs.

Die ersten Takte von „Hammer To The Skull“ könnten auch aus einem ACCEPT-Song stammen. Aber WOLFBRIGADE (zugegeben, ich zucke bei dem Bandnamen jedes Mal zusammen) wären nicht WOLFBRIGADE, wenn sie den Song nicht doch noch in die richtige Richtung drehen würden. Und so wird „Hammer To The Skull“ mit einem mitreißenden Refrain, D-Beat und Micke Dahls wundgeschrienen Stimmbändern zu einem dieser Smasher, bei dem es schwerfällt, stillzusitzen. Man will einfach nur raus und rennen, rennen, rennen – auch gegen eine Wand, wenn sich‘ s nicht vermeiden lässt.

Der Titelsong kommt mit erstaunlich melodiösen Gitarren um’s Eck, die auch so mancher Melodic Death Metal-Band so gut gefallen würde. „Doomsday Dominion“ hat einen fast schon hypnotischen Refrain – und auch da finden sich 80er Jahre-Anklänge. „The Wolfman“ ist eine überraschend straighte Punk-Nummer, in die aber trotzdem ein fiedeliges Gitarrensoli gepresst wird. Und bei „Human Beast“ könnte man ganz kurz auch auf den Gedanken an AT THE GATES kommen – dazu gibt’s tatsächlich so was wie Laut-Leise-Dynamik.

Klares Highlight von „The Enemy: Reality“: Die Songs „Human Beast“ und „Fire Untamed“ können sofort in die WOLFBRIGADE-Best-of-Songlist einsortiert werden und behautpten sich problemlos neben grandiosen Tracks wie „Warsaw Speedwolf“ (vom 2017er Album „Run With The Haunted“) oder „Ride The Steel“ (vom 2012er Album „Damned“).

„The Enemy: Reality“ sind zehn Songs in 28 Minuten (also ohne Schnickschnack), eine Verbeugung in Richtung Lemmy, der Beweis, dass Crustpunk auch 2019 noch aktuell ist.

Tracklist

  1. Sum of All Vices
  2. Fire Untamed
  3. The Wolfman (Video bei YouTube)
  4. Hammer to the Skull
  5. Narcissistic Breed
  6. Nightmare of Wolves
  7. Doomsday Dominion
  8. Wells of Despair
  9. Human Beast
  10. Hunt the Hunter

Besetzung:
Jocke Rydbjer – Guitar
Micke Dahl – Vocals
Erik Norberg – Guitar
Johan Erken – Bass
Tommy Storback – Drums

 

Wolfbrigade - The Wolfman

 

zu hören bei www.darkradio.de