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Wolfchant - Bloodwinter 2017

Die Wölfe heulen wieder

Wolfchant - Bloodwinter 2017



Mittlerweile gehört die Band um Lokhi, Nortwin, Skaahl, Norgahd, Gorthrim und Sertorius zur Speerspitze der internationalen Viking / Pagan Metalszene.
Und wie klingt ihr neuer Silberling?

Es beginnt eisig kalt mit „Nornensang“. Man hört es stark wehen und Gewehrsalven gleich erklingen die Drums. Heroische Melodien und elfengleicher Frauen-Opern-Gesang erklingt. Mächtiges Intro! Das Ganze leitet über in die heldenhafte Nummer „Schicksalsmacht“. Alleine der Name ist episch, das Lied ist es ebenso. Auf die Pferde und auf zu Felde! Die Bandhymne „Wolfchant (A Wolf to Man)“ ist geballter, energiegeladener Pagan Metal mit ordentlich Wucht. Eskalieren und ab- gehen bitte, dabei Fäuste und Hörner hoch! „Das Bollwerk“ wechselt zwischen derbem Pagan Metal und ruhigen Elementen. Ein Liedlein, das dem Bollwerk gerecht wird! Das Herz- und Titelstück „Bloodwinter“ könnte dramatischer, dunkler, geballter, ge- waltiger und eingängiger nicht sein.
„Heritage of Fire“ punktet durch Eingängigkeit und Geschwindigkeit. Die Jungs haben es echt derbe drauf alle, da sind Meister am Werk! Eine Walze, die Euch mitreißen wird! „Sehnsucht“ gehört mit seinen 3:43 zu den „kürzesten“ Liedern. Extrem eingängig, gefühlvoll, mächtig, überwältigend. Einfach nur geil! „Prelude to Revenge“ ist eine kleine, extrem feine Einleitung zu „Anthems of Revenge“, die nur von Michael „Nortwin“ Seifert gesungen wird. „Anthems of Revenge“ hingegen ist die absolute Rache-Revolution-Schlacht-Hymne. „Am Schlachtfeld“ unterscheidet sich da nur in der Stimmung. Neben einem mächtigen Kriegsschwadron wird hier die Pagan / Viking Seite ausgelebt. Sehr empfehlenswert! Mit „New born Killer“ legen die Jungs noch mal richtig los und verabschieden sich mit einem Knall!

Dass Pagan Metal nicht nur von skandinavischen Bands erfolgreich praktiziert werden kann, bewiesen bereits einige andere deutsche Vertreter und auch Wolfchant stärken die deutsche Pagan-Szene mit ihrem neuen Album. „Bloodwinter“ besticht auch wie sein Vorgänger durch epische (Gitarren-) Melodien in Kombination mit atmosphärischen Keyboard-Einspielungen, wie u.a. im Titeltrack.  Ebenfalls sehr lobenswert zu erwähnen ist eines der Markenzeichen der Band: Seit 2010 tritt die Combo nämlich mit gleich zwei Sängern auf, Lokhi mit brutalem Growl- und Kreisch-Gesang und Nortwin mit überzeugendem Klargesang. Diese Besonderheit findet sich in nahezu allen Songs des Albums. Auch textlich sind die Musiker recht flexibel, denn neben mitsingbaren deutschen Texten (z.B. bei der Folk-Hymne „Am Schlachtfeld„)  finden sich auch sehr gelungene englische Texte. Jedoch lassen sich auch Kritikpunkte finden: Neben meist recht eintönigen Drum-Pattern ist die Masse an digitalen Keyboard-Sounds recht hoch. Insgesamt ist „Bloodwinter“ trotzdessen ein grundsolides Album, was in keiner ausführlichen Pagan Metal-Sammlung fehlen sollte.

Eines DER Metal Alben 2017 ist hier schon mal gefunden. - Die Wölfe heulen wieder -
Anspieltipps? Alles!

Tracklist:

01. Nornensang
02. Schicksalsmacht
03. Wolfchant (A Wolf To Man)
04. Das Bollwerk
05. Bloodwinter
06. Heritage of Fire
07. Sehnsucht
08. Prelude to Revenge
09. Anthems of Revenge
10. Am Schlachtfeld
11. New Born Killer

https://www.youtube.com/watch?v=gOmiNnnGIfc