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Woven Man - Revelry (In Our Arms) 2018

Ein schöner, blutiger, fieser Tritt in die Eier kommt mit diesem Fünf-Tracker. Das Banjo, welches die MCD eröffnet, beruhigt noch einmal, kurz bevor nach genau 75 Sekunden ein Riffmassaker einschlägt. Der brachiale Groove des Openers `Calling Down The Leaves` treibt einen förmlich dazu, den Schädel im Rhythmus der Gitarre an die Wand zu knallen, immer und immer wieder.

Überraschend keift kein zorniger Gesang in die Riffwand, nein, eine geradezu klare, recht melodisch singend Stimme umschmeichelt in hartem Kontrast zu dem wütenden Groove die Gehörsinne. Fetteste Riffpower zerhackstückelt die Wirbelsäule! Das folgende `I am Mountain` ist eher etwas Retro gehalten, weniger derb, weniger mit einem Brutalogroove ausgestattet. Das klingt ab der Mitte bis zum Ende des Tracks wie ein fürstliches Metalgewitter. Einige kurze, doomige Passagen sorgen für Abwechslung, ansonsten eine schöne galoppierende Riffattacke.  Mit `With Willow` geht es in der Art des Openers weiter. Riffs, Riffs, Riffs. Dazu diese unbändige, geschmeidige Stimme!

WOVEN MAN bewegen zwischen CROWBAR, OLD MOTHER HELL und IRON WALRUS mit einer ganz eigenen Note bezüglich des Gesangs. Das walisische Quintett setzt sich aus Muckern von ACRIMONY, BLACK EYED RIOT und LIFER zusammen. Die fünf Songs kommen auf 35 Minuten fettesten, kraftvollen, aber sauber ausarrangierten rohen Power Sound, die sehr fesselnd überzeugen. Eine sehr feine und positive Überraschung von der Insel. Wer auf massives, kraftvolles Riffing steht – bitte – WOVEN MAN liefern 110 Prozent.

Tracklist

01. Calling Down The Leaves
02. I Am Mountain
03. With Willow
04. Makers Mark
05. Of Land And Sky

 

Woven Man - Calling Down The Leaves